Information

Webezentrum Golden Haand (Goldene Hand) in Finsterwolde vereint Forschung, Produktion und Förderung handgewebter Textilien. Daneben können Sie bei uns das Weberhandwerk erlernen.

Weben bringt nicht nur Ruhe und Ordnung, sondern auch ein nützliches Ergebnis. Und das ist etwas Außergewöhnliches in dieser hektischen Zeit voller Stress und Digitalisierung.

Ich, Mirja Wark, webe seit meiner frühesten Kindheit. Auf meinen jahrelangen Reisen, die mich durch die ganze Welt geführt haben, habe ich einen großen Schatz an Geweben und Techniken gesammelt, die ich heute gerne mit Dritten teile, in Vorträgen, Kursen und Ausstellungen.


Wer ist Mirja Wark?

Weben ist meine große Leidenschaft. Wo auch immer ich gerade lebe, überall will ich erfahren, wie Weber vorgehen und welche Techniken sie anwenden.

Ich habe mehrere internationale Ausbildungen im Weben und Kunstweben absolviert. Nach den Vereinigten Staaten und Belgien (Gent) habe ich sechs Jahre die Handwebschule De Binding in Utrecht betrieben.

Als ich viele Jahre in Venezuela, Oman, Syrien und Libyen wohnte, habe ich traditionelle Textiltechniken untersucht; ich habe Textilreisen veranstaltet und besondere Webkunstwerke entworfen.

Ferner habe ich Si’ira geschrieben, ein Buch über einen besonderen Gurt, den Si’ira, gewebt von einem Volk der Webkünstler, den Wayuu. Sie leben im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela. Lesen Sie mehr über das Buch.


Konzept

Schönes Material und mit Liebe gemacht

Vier Handtücher beim Textilsupermarkt für zehn Euro. Das war einst anders. Unsere Großmütter mussten lange für ihre Aussteuer aus Laken, Handtüchern und Tischdecken sparen und benutzen diese den Rest ihres Lebens. Sie bestickten sie stolz mit Monogrammen, sodass man sie auf der Dorfbleiche wiedererkennen konnte. Vor noch längerer Zeit, in der Zeit unserer Urgroßmütter, baute man selbst den Flachs an, um daraus Fasern zu gewinnen. Daraufhin spannen die Frauen es zu Leinengarn und webten Betttücher und Hemden daraus.
Bis Anfang der achtziger Jahre war es normal, nur einmal im Leben eine Wolldecke zu kaufen. Aber sogar das war ein Luxus. Vor dieser Zeit hielt man Schafe, schor man einmal im Jahr die Wolle und spann sie zu Garn. Aus diesem Garn webte man Decken.
Heutzutage kaufen wir für einen geringen Betrag ein Deckbett und Bettüberzug. Wenn sich die Mode ändert, geben wir sie weg und kaufen neue.

Ich möchte das Gefühl hervorrufen, das Gebrauchstextil vermittelt, wenn es aus schönen Materialien mit Liebe hergestellt ist. Es handelt sich um Textilien, die man tagtäglich in den Händen hat. Wenn sie schön sind, steigern sie die Lebensqualität. Es ist außergewöhnlich, wenn man sich die Mühe gegeben hat, die Produkte von Hand zu fertigen, wenn schöne Materialien ausgewählt wurden und Aufmerksamkeit auf Farbe und Entwurf gelegt wurde, wenn man dem Zeit gewidmet hat.
Die Preise der auf diese Weise hergestellten Artikel sind nicht niedrig. Demgegenüber steht, dass sie viel dauerhafter sind und nie langweilig werden.

Manch einer hat noch nie erfahren, was es bedeutet, etwas von Grund auf ganz selbst herzustellen. Dieses Verfahren ist sehr befriedigend. Und dieses befriedigende Gefühl gebe ich gerne an andere weiter. Deswegen unterrichte ich handwerkliches Weben.